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Siedlungsentwicklung nach innen (SEin)

Die Siedlungsentwicklung nach innen (SEin) ist ein wichtiges Ziel der Raumplanung, auch im Kanton Bern. Schlecht genutzte Bauzonen, Baulücken und Siedlungsbrachen sollen überbaut, resp. optimaler genutzt werden, bevor neues Bauland erschlossen oder gar neu eingezont wird. Städte und Dörfer sollen nicht mehr an ihren Rändern weiterwachsen, sondern sich innerhalb des bestehenden Siedlungsgebietes weiterentwickeln. Dadurch können die Zersiedelung gebremst und das Kulturland und die Landschaft geschont werden.

Mit der SEin werden verschiedene raumplanerische Ziele gleichzeitig verfolgt:

  • Zersiedelung vermeiden: Die bauliche Entwicklung soll künftig noch vermehrt dort gefördert werden, wo kein wertvolles Kulturland verloren geht.
  • Siedlungsqualität steigern: Mit einer qualitätsvollen SEin eröffnet sich den Gemeinden die Chance, die Potenziale in den bestehenden Siedlungen zu nutzen und Wohnquartiere und Dorfkerne aufzuwerten. Damit wird wesentlich dazu beigetragen, die Ortsidentität und die Gemeinde als lebenswerten Wohn- und Arbeitsstandort zu stärken.
  • Erschliessbarkeit verbessern: Schliesslich führt die SEin zu kompakteren Quartieren. Dies hat tiefere Erschliessungskosten zur Folge und verbessert auch die Voraussetzungen für Angebotsverbesserungen des öffentlichen Verkehrs sowie für den Fuss- und Veloverkehr.

SEin auf Ebene Kanton

Die bernischen Gemeinden sollen vor allem nach innen wachsen und nur in Ausnahmefällen neues Bauland einzonen. Gleichzeitig soll die Qualität des Siedlungsgebiets gehalten oder verbessert werden. Mit dem kantonalen Richtplan werden die Leitplanken für diese Entwicklung gesetzt.

Das Potenzial für die Siedlungsentwicklung nach innen wird im Kanton Bern bereits seit vielen Jahren erkannt und mobilisiert. Mit dem kantonalen Programm der wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte, dem ESP-Programm, wird die Entwicklung seit über 25 Jahren an die raumplanerisch sinnvollen Orte gelenkt und das Siedlungsgebiet nach innen entwickelt.

SEin auf Ebene Region und Gemeinde

Auf der Ebene der Regionen zeigen die Agglomerationsprogramme und die Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzepte RGSK das Potenzial für Innenentwicklung auf.

Die Umsetzung der Innenentwicklungsprojekte ist Aufgabe der Gemeinden. Dies ist eine grosse Herausforderung, da viele unterschiedliche Akteure in solche Vorhaben einzubeziehen sind und hohe Anforderungen an die architektonische und ortsbauliche Qualität der Projekte gestellt werden. Es gibt aber eine Vielzahl von guten Beispielen, wie in urbanen als auch ländlichen Gemeinden Innenentwicklung erfolgreich umgesetzt werden kann. Eine Sammlung dieser Beispiele wird vom AGR zur Verfügung gestellt.

Programm (SEin)plus

Mit dem Programm Seinplus unterstützt das AGR die Gemeinden im Kanton Bern bei konkreten Fragestellungen rund um die SEin in der Praxis. Im Rahmen von SEinplus können sich Gemeinden bei konzeptionellen oder methodischen Fragen sowie konkreten Fragestellungen zu Vorhaben der Innenentwicklung an die Geschäftsstelle SEin wenden (s. Kontakt rechts).

Das Programm Seinplus besteht aus drei Teilen:

Alle Bestimmungen zum Programm inkl. das Angebot der hier aufgeführten Programmteile sind im Programm SEinplus festgehalten.

SEin im Geoportal

Grundlagendaten für die Siedlungsentwicklung nach innen in den Gemeinden stehen als Internetkarte im Geoportal des Kantons Bern zur Verfügung.

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